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19.05.2017

Großer Zuspruch für RFH-Symposium „Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung“

Das Institut für Compliance und Corporate Governance (ICC) der RFH hat am 6. Mai 2017 unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Vieweg ein öffentliches Symposium zum Thema „Nachhaltigkeit und Unternehmensführung“ durchgeführt - im Rahmen des Forschungsclusters Ethik & Nachhaltigkeit der RFH und in Zusammenarbeit mit dem Institut zur Erforschung wirtschaftlichen Verhaltens e.V., Köln. Praxisnahe und wissenschaftliche Vorträge und Diskussionen lieferten Erkenntnisse und Instrumente nachhaltiger Unternehmensführung. Die Vorträge sind im Video abrufbar.

 

Uwe Bergmann, Director of Sustainability Management der Henkel AG & Co. KGaA, führte den Teilnehmern am Beispiels dieses DAX-Unternehmens vor, wie die Entwicklung und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie bei globalen Spitzenunternehmen im Konsumenten- und Industriegeschäft verstanden wird. Der Ansatz „Faktor 3“, also den eigenen ökologischen Fußabdruck durch dreifache Effizienz bis zum Jahr 2030 zu verringern, verdeutlichte er an konkreten Zwischenzielen.

Der Direktor des ICC, Prof. Dr. Stefan Vieweg, CFA, führte die Teilnehmer aus Industrie, Politik und Wissenschaftsbereich durch das Programm. Nachhaltige Unternehmensführung - verstanden als ökologisch, sozial und ökonomisch ausgewogenes Wirtschaften zur bekannten „Triple Bottom Line“ wurden ebenso behandelt wie deren kritische Erfolgsfaktoren auf dem Weg dorthin.

 

Zunächst ging Prof. Dr. Henning Friege, N³ Nachhaltigkeitsberatung Friege & Partner, in seinem Vortrag „Entscheidungsgrundlagen für nachhaltiges Handeln“ auf ökologische Dimensionen des nachhaltigen Wirtschaftens ein. Die Suffizienz, also möglichst geringer Ressourcenverbrauch, wurden insbesondere unter dem Aspekt der Recyclingherausforderungen behandelt.

 

Prof. Harald Meisner (Rheinische Fachhochschule Köln) befasste sich in seinem Vortrag mit den Nachhaltigkeitsaspekten in der Corporate Finance. Damit fokussierte er auf die ökonomischen Aspekte und stellte die Bedeutung von Banken und innovativen Instrumenten für die Finanzwirtschaft heraus. Hierbei stellte er die Bedeutung der Digitalisierung heraus und zeigt Wege zum Investoren als Treiber „souveränen Anleger“.

 

Prof. Dr. Krämer (Hochschule Ludwigshafen), Vorsitzender des Instituts zur Erforschung wirtschaftlichen Verhaltens e. V., Köln, ging in seinem Beitrag auf die soziale Dimension der „Triple Bottom Line“ ein und zeigte mit dem Ansatz der „Corporate Social Sustainability (CSS³)“, wie umfassend diese Aufgabe zum Aufbau von Vertrauen ist.

 

Der Vizepräsident der RFH, Herr Prof. Dr. Müller-Wiegand adressierte Grundlegendes in seinem Vortrag „Wertorientierte Unternehmensführung und Werte im Kontext der Digitalisierung“: indem er die Bedeutung einer Wertorientierung und die Notwendigkeit einer weiterentwickelten Werte- und Führungskultur herausstellte zeigte er auf, wie in zunehmender Komplexität im Zeitalter der Digitalisierung Nachhaltigkeit gelingen kann.

 

Prof. Dr. Vieweg, CFA, Direktor des ICC, adressierte die Bedeutung und – häufig nicht ausgenutzten Berücksichtigung von Informationen bei der nachhaltigen Unternehmensführung in Zeiten von Disruption auf technologischer, sozio-gesellschaftlicher und politischer Ebene. Anhand von Untersuchungen des ICCs zur Informationsversorgung von Aufsichtsräten, (Informationen-ignorierende) Entscheidungs-pathologien von Führungskräften sowie dem neuen vom ICC initiierten Compliance on Board Index illustrierte er das Konzept „Candorship“ – also „tue Gutes und rede darüber“ - welches ein wesentliches Element zur intrinsischen Motivation für Nachhaltigkeit im Sinne „Crowding-in“ ist.

Prof. Vieweg fasste das diskussions-intensive Symposium in dem Bild der „Triple Bottom Line“ als Ziel und deren kritische Erfolgsfaktoren zusammen.

 

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